Geschichte eines Fahrzeug-Umbaus

Bevor wir mit dem Fahrzeugumbau begonnen haben, wurde von uns eine komplette Bestandsaufnahme und Schadensfeststellung gemacht, um einen Überblick zu bekommen, was umgebaut oder erneuert werden muss, welche Teile bestellt oder angefertigt werden müssen. Für ein derartiges Fahrzeug gibt es nicht mehr alle Teile problemlos zu bestellen - viele Teile mussten wir selbst anfertigen. Das stellt eine besondere Herausforderung dar!

Der Iltis war mit seinem Original Motor mit 75 PS, für eine solche Rallye, zu schwach motorisiert. Es wurde ein Motor aus einem 80er VW Passat mit 90 PS eingebaut. Die Motorhaube bekam zusätzliche Lüftungsschlitze. Ein 12 Volt- Konverter und Zusatzsteckdosen wurden ebenfalls eingebaut (das Fahrzeug hat 24 Volt)und zwei Zusatztachometer montiert. Sämtliche Ersatzteile (Bremse, Wasserpumpe, Kupplung, Lichtanlage, Radlager, Vergaser, Leitungen, Kühlschläuche, Scheibenwischermotor etc.) wurden erneuert. Ein neues Fahrwerk mit Stoßdämpfern speziell für die Rallyeteilnahme wurde ebenfalls eingebaut. Dazu muss man wissen, dass der Iltis ursprünlich ein Bundeswehrfahrzeug war und als solches dafür ausgelegt ist, voll beladen aus einem Flugzeug abgeworfen zu werden. Dennoch taugten die Stoßdämpfer nicht für die Beanspruchungen, die bei einer Rallye auftreten. Der Iltis bekam außerdem andere Felgen und Reifen.

Auch eine neue Auspuffanlage war nötig, ließ sich jedoch nicht auftreiben. Kurzerhand bauten wir selbst eine passende Anlage zusammen. Dabei haben wir natürlich besonderes Augenmerk darauf gelegt, dass der Motor durch die neue Anlage keine Leistungsverlust erleidet.

Die Fahrzeugelektronik wurde komplett erneuert und dabei für Rallyeansprüche ergänzt. Für die umfangreichen avigationsgeräte (GPS-NAvi, Tripmaster und Roadbook) wurden entsprechende Vorbereitungen eingebaut. Die Sitze wurden ausgebaut und durch 6-Punkt-Sportsitze ersetzt, auf der Ladefläche wurden Befestigungspunkten angebracht.

Zu guter Letzt wurde das Fahrzeug neu lackiert, dann kam die obligatorische Probefahrt und nach der Endabnahme wurde der Iltis als Rallyefahrzeug nach Marokko überführt.